Der Hochsee-Ewer,
der bayerisch wurde


HF. 31 "Maria", Finkenwerders letzter Hochsee-Ewer wurde erst 1950 außer Dienst gestellt.

 

Zweimal ist sie gesunken, zweimal wurde sie wieder gehoben, siebzig Jahre stand sie im Dienst der Finkenwerder Hochseefischerei. Jetzt hat die "Maria" lange schon ausgedient, liegt seit bald dreißig Jahren auf dem Trockenen, bei Binnenländern tief im Süden, im Deutschen Museum in München. Der Hochsee-Ewer HF. 31 "Maria" ("HF." für Hamburgisch-Finkenwerder) verkörpert ein Stück Finkenwerder Geschichte und spielt deshalb bei der 750-Jahr-Feier eine wichtige Rolle.

Sie ziert das Jubiläums-Emblem, ist Motiv eines Tellers der Alt-Finkenwerder Heimatteller-Serie, und ein "Maria"-Gemälde wird für guten Zweck versteigert. Die "Maria" war Finkenwerders letzter Hochsee-Ewer.

Ohne die zweimastigen Besan-Ewer hätte Finkenwerder den Aufstieg zum größten Fischerort Deutschlands niemals geschafft. Um 1840 gingen die Finkenwerder Fischer von der Stellnetzfischerei ab und begannen den ertragreicheren Schleppnetzfang.

HF. 31 "Maria" ist das "Titelschiff" des
Finkwerder Jubiläums, Journal, 30./31.08.1986